Naturkultur-Pädagogik

… Naturkultur für zukunftsweisende Gesellschaftsgestaltung –
eine Ausbildung
für Menschen, die Kinder, Jugendliche, Erwachsene und sich selbst zu mehr Naturverbindung begleiten wollen

Naturverbindung für die Zukunft

Beziehungen halten das Netz des Lebens zusammen. Menschen wie Nicht-Menschen sind Teil des komplexen, verwobenen Lebenssystems unseres Planeten Erde.

Unser Wohlergehen als Spezies und auch das Überleben von ganzen Ökosystemen und unzähligen Arten hängt davon ab, wie regenerativ wir diese Beziehungen gestalten können.

Für gesellschaftliche Zukunftsfähigkeit brauchen wir eine Kultur, die diese All-Verbundenheit mit allem Leben fest in ihrem Bewusstsein verankert hat – als Grundlage und Ausrichtung für alle politischen, ökonomischen und sozialen Entscheidungen.

Naturkultur

„Naturkultur“ bedeutet im weitesten Sinne eine Kultur (im Großen wie im Kleinen), die auf einer bewussten, innigen und durch das Prinzip von Gegenseitigkeit geprägten, regenerativen Verbindung zur Natur basiert.

Eine innige Verbindung zur Natur ist somit für uns eine wesentliche Schlüssel-Qualifikation für Zukunftsfähigkeit für Menschen aller Berufsfelder – längst nicht mehr nur in Natur- und Umweltschutz, sondern insbesondere auch in Wissenschaft, Landwirtschaft, im sozialen und seelsorgerischen Bereich, in Gesundheitsvorsorge und Heilberufen, Technologie und Forschung, Politik, Kunst und Kultur und vor allem in der Bildung.

Menschen als Gärtner*innen des Lebens (im allerweitesten Sinne)

Als Menschen sind wir nur begrenzt in der Lage, Leben zu erzeugen – aber wir können indirekt ermöglichen (beispielsweise dadurch, wie wir konsumieren), dass Bodenfruchtbarkeit, Artenvielfalt, essbare Landschaften für uns selbst und andere, gesunde Wasser- und Nährstoffhaushalte und allgemein Gleichgewicht und Lebendigkeit innerhalb von Ökosystemen nicht nur erhalten bleiben, sondern sogar zunehmen.

Studien über die Lebensräume indigener Völker haben dies immer wieder gezeigt: Indem wir (im allerweitesten Sinne) als hegende Gärtner*innen mit den Landschaften um uns umgehen, können wir dem gesamten Lebensnetz dienlich handeln.

Unterstützt und ermöglicht wird solch ein lebensförderliches Handeln durch Kunst, Kultur und Ausdrucksformen von Spiritualität, die auch Formen des bewussten Zurückschenkens beinhalten – an die Ökosysteme, die uns nähren.

Dies ist es, was viele indigene Kulturen auch heute noch vorleben, wenn sie es laut UN-Bericht schaffen, auf nur einem Drittel der Landfläche unserer Erde, das von ihnen gehegt und bewirtschaftet wird, rund 80 % der weltweiten Biodiversität zu erhalten – und das zumeist sogar im Angesicht heftiger Bedrohung und Unterdrückung.

Wir glauben, dass Naturverbindung dabei helfen kann, die Bereitschaft zu finden für das notwendige soziale, ökonomische, technologische, politische und kulturelle Handeln, das heute im Angesicht von Klimakrise und Artensterben mehr denn je gebraucht ist.

„Culture does not make people.

People make culture.

Chimamanda Ngozi Adichie

Warum braucht es Naturkultur-Pädagogik?

Kultur webt sich beständig in unsere Gefühlswelt und unsere Gedanken hinein. Wir sind geprägt von der Kultur, die uns umgibt, in der Familie ebenso wie in der größeren Gemeinschaft. Sie ist wie ein Gefäß, in dem unsere Wahrnehmung und unsere Identität tagtäglich durch oft unbemerkte Einflüsse geformt werden.

Im besten Fall hilft uns Kultur dabei, unseren Platz innerhalb der Gesellschaft zu finden, sodass wir unsere innewohnenden Qualitäten entfalten können, uns wohl und geborgen fühlen und einen nachhaltigen oder sogar regenerativen Lebensstil entwickeln.

Die Anfänge menschlicher Kultur erwuchsen aus der Beziehung der Menschen zur sie unmittelbar umgebenden Mitwelt. Heute leben wir in einer globalisierten Welt, wo unzählige fruchtbare (aber auch destruktive) Wechselwirkungen jede*n von uns mit allen möglichen Orten und Ökosystemen auf der Erde verbinden.

Für eine globalisierte Gesellschaft

Aber Kultur ist immer noch da – sie wird sichtbar in den Geschichten, die wir einander über uns selbst und unsere Mit-Welt erzählen. Sie zeigt sich auch darin, wie wir im Alltag miteinander, mit Land und Menschen um uns herum wie auch mit entfernten Regionen der Erde (oder sogar des Weltalls) und mit uns selbst umgehen. Sie drückt sich darin aus, wie wir Feste feiern und vor allem darin, was für ein Erbe wir den zukünftigen Generationen hinterlassen.

Heute gilt es mehr denn je, Kultur nicht nur aus dem, was in der Vergangenheit war und überliefert wurde, zu rekonstruieren – sondern die Chance zu nutzen, um versteckte und offenkundige Unterdrückung, Ausbeutung gegenüber Natur und Menschen, Rassismus und Kolonialismus aufzuarbeiten und eine auf Gleichwürdigkeit basierende, lebensfreundliche Kultur bewusst für all das, was vor uns liegt, neu zu formen.

Naturkultur für Wissen UND Handeln

Um eine Art „Naturkultur“ zu gestalten gilt es, das Erbe unserer Vergangenheit aufzuarbeiten und uns für die Bedürfnisse, Chancen und Möglichkeiten der Gegenwart und vor allem der Zukunft einzusetzen.

Dabei gehen wir von einer Zukunft aus, in der eine noch stärker und spürbarer als je zuvor vernetzte globale Gesellschaft vor unzähligen und schwerwiegenden globalen Herausforderungen steht.

Wissen wird hier eine wichtige Rolle spielen, denn auch wenn der Zusammenbruch vieler Ökosysteme der Erde bereits stattgefunden hat oder bald bevorsteht, kann es doch möglich sein, trotzdem Orte für menschliches und mehr-als-menschliches Lebens zu erhalten.

Deshalb erscheint es wichtig, dass zum einen wissenschaftliche Forschung weiter vorangebracht wird. Gleichzeitig gilt es, auch traditionellem indigenen Wissen wieder Gewicht beizumessen und von Vertreter*innen indigener Kulturen zu lernen, die ihre Landschaften oftmals viele Jahrtausende auf regenerative Art und Weise bewohnen konnten.

Vor allem aber ist gebraucht, dass alles verfügbare Wissen die einzelnen Menschen auch wirklich in der Breite erreichen und überzeugen kann – damit unsere Gesellschaft regenerative politische Entscheidungen auch dann mittragen kann und will, wenn dies persönlichen Verzicht, Einschränkungen oder zusätzlichen Aufwand erfordert.

Ein inneres Erleben von persönlicher Naturverbundenheit kann eben diese Bereitschaft zu tatsächlichem „Umwelthandeln“ drastisch erhöhen, wie mehrfach Studien gezeigt haben. Denn was wir lieben, wollen wir auch erhalten.

Beziehungen zu unseren Lebensorten

Zudem kann das Fördern von Naturverbindungspraxis die wissenschaftliche Forschung auch durch alltäglich gesammeltes Begegnungs- und Beobachtungs-Wissen ergänzen. Gerade in Zeiten unglaublich rasanter Veränderungen in Ökosystemen weltweit sind die Rückmeldungen von Laien bereits jetzt schon wichtige Erkenntnisquellen, beispielsweise wenn der Nabu die Stunde der Gartenvögel ausruft.

Nicht zuletzt wurden viele Biotope in den letzten Jahrzehnten gerade hier in Mitteleuropa allein deshalb bewahrt, weil es Menschen gab, die sich aktiv für ihren Schutz einsetzten – oder sie wurden von vornherein im privaten oder halb-öffentlichen Raum erschaffen. Regionale Naturschutz-Aktivitäten sind sehr oft motiviert von einer starken persönlichen emotionalen Bindung der Menschen.

Auch persönliche spirituelle Bezüge zu Orten und zu den Lebewesen, die dort zuhause sind, können Menschen dazu bewegen, sich wirklich für die Gesundheit von Ökosystemen einzusetzen, wie die Bekenntnisse der Wasserschützer*innen der Standing-Rock-Proteste eindrücklich zeigten.

In dieser Ausbildung geht es um all diese und weitere Aspekte dazu, wie wir mit und durch eine bewusst erlebte und gestaltete Verbindung – zur Natur um uns und zur Natur in uns – unsere Gesellschaft zukunftsweisend gestalten können.

Naturverbindung für seelisches und körperliches Wohlbefinden

Gerade jetzt, in Zeiten großen und tiefgreifenden Wandels und einer rasant fortschreitenden Digitalisierung des gesamten Lebens, ist auch für das persönliche Wohlergehen eine authentische und auf echten, lebendigen Erfahrungen (mit allen Sinnen) basierende Verbindung zum Ökosystem Erde, zu den Elementen und zu den natürlichen Mit-Wesen essentiell.

Die Verbindung zu einem Ort, einer Landschaft und natürlichen Wesen kann ein wichtiger Anker und Bezugssystem für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sein, von den Kleinsten bis ins hohe Alter, welches eine individuelle gesunde Entwicklung erleichtert und fördert.

Naturverbindung kann Stabilität, Geborgenheit und Lebensmut in Zeiten großen Wandels schenken und unterstützt wissenschaftlich nachgewiesen die körperliche und seelische Gesundheit.

Sie hilft nachweislich dabei, kognitive, motorische, soziale und emotionale Potentiale mehr zu entfalten, sie wirkt sich positiv aufs Lernen, auf die Selbstwirksamkeit und auf berufliche Leistungsfähigkeit und Zufriedenheit aus, kann das gesellschaftliche Zusammenleben verbessern und eine Quelle von Lebensfreude und Lebenslust sein.

„Vergiss nicht, dass die Erde es genießt, deine nackten Füße auf sich zu spüren, und dass die Winde sich danach sehnen, mit deinem Haar zu spielen.“

Khalil Gibran

Die Wurzeln unserer Naturverbindungs-Arbeit

Die Wurzeln unserer Arbeit liegen im Lauschen und Erforschen von Geschichten und Berichten aus indigenen Kulturen darüber, wie Kultur den Menschen von klein auf eine regenerative Beziehung zur Natur ermöglichen, weitergeben und gestalten kann.

Als Kursleiter*innen konnten wir ganz persönlich und über lange Zeiträume von Jon Young lernen, dem Gründer der Wilderness Awareness School.

Unser Verständnis für die Inhalte, die wir vermitteln, wurde zudem durch den mehrjährigen intensiven und persönlichen Kontakt und Austausch mit Ältesten und Lehrer*innen naturverbundener Kulturen geprägt und vertieft. Vor allem Sobonfu Somé war eine wichtige Begleiterin auf unserem Weg.

Wir sind heute über das Nature Connection Network verbunden mit zahlreichen anderen Organisationen, die Naturverbindungsarbeit nicht nur weitergeben, sondern beständig reformieren – vor allem, damit wir durch unser Wirken die weltweite Dekolonisationsbewegung indigener Völker nicht behindern, sondern unterstützen.

Weitere wichtige Inspirationsquellen für die Circlewise Naturverbindungsarbeit sind die Forschungen und Konzepte von Robin Wall Kimmerer, Bill Plotkin, Tom Porter, Paul Raphael, Michael Meade, Richard Louv und dem Childen & Nature Network, Bradford & Hillary Keeney, Andreas Weber, Ulrich Gebhard, sowie Daniel Siegel, W. Brad Johnson, Joseph Cornell, die Wissenschaftler*innen des Greater Good Science Center in Berkeley, Kalifornien, und vielen anderen.

Natürlich finden sich in unserer Didaktik, den vermittelten Inhalten und in den Grundprinzipien unserer Arbeit auch viele persönlich gesammelte Erfahrungen und Erkenntnisse, die unseren wachsenden Werkzeugkasten von Methoden und Aktivitäten füllen.

„We need acts of restoration,

not only for polluted waters and degraded lands,

but also for our relationship to the world.

We need to restore honor to the way we live,

so that when we walk through the world

we don’t have to avert our eyes with shame,

so that we can hold our heads up high and

receive the respectful acknowledgment

of the rest of the earth’s beings.“

Robin Wall Kimmerer

Beschreibung

Die Naturkultur-Pädagogik-Ausbildung

Die Grundlagen des Lernens bilden ein intensives und individuelles Erleben und Erfahren von Verbundenheit mit der Natur.

Du wirst verschiedene Methoden kennenlernen, die dir ermöglichen, dich an deinem Lebensort wie auch unterwegs auf Reisen mehr zuhause und verbunden zu fühlen.

Daneben wirst du auf Mustern der Natur basierende Ansätze und Methoden kennenlernen, um soziale Verbundenheit und ein friedvolles Miteinander zu stärken.

Wir vermitteln dir viele praktisch erprobte Methoden und Werkzeuge. Philosophie und Ausrichtung unserer Arbeit sind inspiriert von Aspekten einer Weltsicht, wie sie von vielen Vertreter*innen indigener Kulturen heute vermittelt wird. Diese verbinden wir mit zahlreichen wissenschaftlichen Erkenntnissen, welche die enorme Bedeutung von Naturverbindungsarbeit stützen.

Unser Augenmerk gilt unter anderem jenen Mustern und Abläufen, die sich in der Natur ebenso finden wie in unserem sozialen und persönlichen Erleben und deren Übertragung auf Lern- und Gestaltungsprozesse eine regenerative, naturverbundene Kultur begünstigen können.

Eine üppig gefüllte Lernreise

Als Menschen können wir vieles rein kognitiv lernen – am meisten, tiefsten und intensivsten lernen wir jedoch durch den unmittelbaren, erlebten Kontakt zu unserem Lernfeld.

Die Erfahrungen, die auf dich warten, sind komplex, aber nicht kompliziert.

Ihre Wirkkraft liegt vielmehr in ihrer Einfachheit und in unserer Fähigkeit an etwas anzuknüpfen, das zutiefst menschlich ist – eine innige und auf gegenseitiger Unterstützung basierende Verbindung zur Natur die uns umgibt.

Unsere Ausbildung ist zugunsten der vielfältigen Inhalte und Themen sehr umfangreich geworden. Gleichzeitig begünstigt dies auch ein tieferes Lernen „zwischen den Zeilen“, durch viele intensive Lern- und Lebenserfahrungen.

Insbesondere wollen wir als Ausbildungssteam dich dabei unterstützen, die gelernten Grundlagen und Methoden auch in deinem persönlichen Arbeits- und Lebenskontext anzuwenden und auf eine für dich selbst authentische Art und Weise umzusetzen.

Zudem vermitteln wir dir wichtige Grundlagen dafür, auch selbst für andere Menschen Naturverbindung und Naturkultur-Gestaltung zu ermöglichen und als Mentor*in andere zu begleiten.

Für resiliente Lebensräume & Gemeinschaften

Tiefe Naturverbindung zu erfahren, zu leben und naturverbundene Kultur zu gestalten erscheint uns nicht nur eine der großen Sehnsüchte der Menschen heute zu sein.

Für uns ist sie auch eine wesentliche Basis-Zutat zum Vermeiden von immer mehr ökologischen Katastrophen der Zukunft und ein begünstigendes Element für den Erhalt oder die Neuerschaffung von artenreichen Lebensräumen hier und heute, in Städten oder auf dem Land, welche in einer Zeit von Klimawandel und Artensterben Refugien für viele Lebewesen sein können und bestenfalls gemeinsam von vielen Menschen wahrgenommen, gehütet und gehegt werden.

Circlewise Naturverbindungsarbeit …

  • gründet sich auf das ganz individuelle Erleben und Erfahren von Natur – mit allen Sinnen
  • ist authentisch, Guru-frei und undogmatisch
  • wirkt inklusiv und gemeinschaftsfördernd
  • ist für alle Altersgruppen geeignet
  • stärkt Familien und größere soziale Kreise und Netzwerke
  • lässt sich leicht und ohne großen zeitlichen Mehraufwand im Alltag integrieren
  • knüpft an zahlreiche wissenschaftliche Erkenntnisse an
  • macht erlebbar und gestaltbar, was für eine zukunftsfähige Gesellschaft gebraucht sein könnte – hier und jetzt
  • fördert Menschen genau so, wie sie sind, in all ihrer Vielfalt – auf achtsame, respektvolle Weise und für ihren jeweiligen ganz persönlichen, einzigartigen Lern- und Lebensweg
  • ermöglicht sichere Räume, in denen Einzelne und Gruppen auf heilsame Weise in die Tiefe gehen können
  • erleichtert ein friedvolles und wirkkräftiges Miteinander
  • stärkt die eigene Intuition und das Vertrauen darin
  • schenkt Raum für authentisches, spirituelles Erleben – mit Bodenhaftung
  • geht respektvoll mit fremden Kulturen und deren kulturellen Schätzen um
  • regt Neugier, Lebendigkeit, Lern- und Entdeckerfreude an
  • nährt Körper, Geist, Herz und Verstand
  • ermöglicht es, sich (wieder) als einheimisch in der Natur zu erfahren und sich draußen ganz zuhause zu fühlen
  • feiert und ehrt das Leben in all seinen Ausdrucksformen
  • achtet und respektiert die Natur als eine Gemeinschaft beseelter Wesen – nicht als Ressource oder Kulisse für rein psychologische Erfahrungen
  • ist dem Wohl aller Wesen und der zukünftigen Generationen gewidmet.

„Landschaften sind Individuen mit einer eigenen Persönlichkeit.
Wenn du mit ihnen eine Beziehung eingehst, werden sie zu einer Heimat für dich. […]
Unsere Oglala-Lakota-Vorfahren verbanden sich mit der Landschaft, die sie umgab.
Man sagt, dieses Band war so stark wie die Verbindung zwischen einem Kind und seinen Eltern oder Großeltern.
Diese Verbindung kann man erlernen.“

Tony Ten Fingers, Oglala Lakota

Überblick

Für wen ist diese Weiterbildung?

Die Weiterbildung ist geeignet für Menschen aller Berufsfelder, insbesondere:

  • Erzieher*innen
  • (Sozial-)Pädagog*innen
  • Coach*innen
  • Ausbilder*innen
  • in der Jugendhilfe Tätige
  • für kulturellen Wandel oder Transition Towns engagierte Menschen
  • Aktivisties
  • Umweltbildner*innen
  • Natur-, Erlebnis- oder Wildnispädagog*innen
  • Student*innen, Auszubildende oder Praktikant*innen in einem dieser Bereiche
  • sowie für Menschen, die sich “einfach so” interessieren

Auch auf einer ganz persönlichen Ebene kann die Teilnahme an dieser Weiterbildung besonders hilfreich sein:

Die Selbsterfahrung der eigenen Verbindung zur Natur und das Erleben der Gemeinschaft innerhalb der Weiterbildungsgruppe können gerade in beispielsweise in Phasen von Umbruch und Neuorientierung auch die Verbindung zu dir selbst stärken, und damit wertvolle Impulse für deinen weiteren Lebensweg ermöglichen.

Das intensive, sinnesbetonte Eintauchen in die Mitwelt an unserem idyllischen Weiterbildungsplatz, verbunden mit der Möglichkeit sich draußen aktiv körperlich zu betätigen, viel zu lachen und anderen für das Nervensystem ausgleichende Aktivitäten nachzugehen, bieten neben allem Lernen auch eine besondere Form der Erholung, gerade für Menschen mit stressigem beruflichen Alltag.

  • Unsere Weiterbildung bietet dir …

    • erfahrungsorientiertes Erleben und Erlernen an 41 vollen Präsenztagen (= ca. 410 Std.) – sie ist damit eine der intensivsten und umfangreichsten Weiterbildungen im Bereich Natur & Pädagogik
    • effektives Lernen in Gemeinschaft mit anderen, begleitet von Kursleiter*innen mit 15- bis 20-jähriger Erfahrung in diesem Bereich
    • Integration des Gelernten durch optionale Vertiefungsaufgaben
    • optional regelmäßigen Austausch über die eigenen Lernerfolge und Herausforderungen mit Lernpartner*innen, in themenzentrierten Fokus-Gruppen und in unserem Online-Basecamp
    • kostenlosen Zugang zu unserem Mentoring-Online-Paket (dessen Inhalte ein zur Präsenzzeit noch hinzukommender Teil dieser Weiterbildung sind)
    • ganz bestimmt unzählige unvergesslich schöne, nährende und inspirierende Erlebnisse gemeinsam mit uns – in und mit der Natur, die uns umgibt 🙂

Abschluss: Naturkultur-Pädagog*in

Die Ausbildung kannst du als „Naturkultur-Pädagog*in“ mit einem Zertifikat von uns abschließen.

(Solltest du auf Ausbildungsinhalten und Methoden basierende Projekte statt im Bildungsbereich eher im Feld der Organisationsberatung und Entwicklung umsetzen, kannst du die Weiterbildung auch als „Berater*in für naturverbundene Organisationsentwicklung“ abschließen.)

„Knowing that you love the earth changes you,

activates you to defend and protect and celebrate.

But when you feel that the earth loves you in return,

that feeling transforms the relationship from a one-way street

into a sacred bond.“

Robin Wall Kimmerer

Die Themen der Naturkultur-Pädagogik

Eintauchen in die Natur 

  • Grundlagen und Prinzipien von Naturverbindungsarbeit
  • Natur intensiv erfahren
  • Sinneswahrnehmung trainieren und verfeinern
  • spielerisches Entdecken in der Natur
  • Naturverbindung und Lernen durch (angeleitete) Spiele
  • Wildtiere beobachten und sich draußen unbemerkt bewegen
  • Naturverbindung durch Bewegung und Körperübungen
  • Freundschaft mit der Dunkelheit schließen
  • Naturverbindungspraxis für den persönlichen Alltag entwickeln und gestalten

Natur kennen und nutzen lernen

  • Artenkenntnisse und Ökosystem-Verständnis alltagskompatibel erweitern
  • einfachste Handwerkskunst aus in der Natur gefundenen Materialien (Schalen, Löffel und andere Gebrauchsgegenstände herstellen, Einführung ins Korbflechten, Schnurmachen, Töpfern u. a.)
  • (Wild-)Pflanzen (er)kennen, ernten und verarbeiten
  • Feuer durch Reibung entzünden und Wärme erzeugen bei kalter Witterung
  • Lesen und Interpretieren von Spuren und Zeichen in der Landschaft
  • Grundlagen der Vogelsprache und das Alarmsystem der Natur
  • die Wunderwelt der Insekten und anderer Wirbellosen und ihre Bedeutung für das Netz des Lebens kennenlernen
  • Umgang mit den Gefahren der Natur
  • Bäume und die Nutzung unterschiedlicher Holzarten

Natur sein – Kultur und Gemeinschaftsräume naturverbunden gestalten

  • animistische Weltsicht und die Wurzeln von Spiritualität
  • hilfreicher Umgang mit herausfordernden Emotionen, (Umwelt-)Trauer und Weltuntergangsangst
  • Grundlagen für ein friedvolles und resilientes Miteinander in Gruppen und Kreisen
  • naturverbundene Feste und Rituale feiern (Jahreszeiten und mehr)
  • Beziehung von Menschen zum Feuer
  • Naturverbindung durch künstlerischen Ausdruck
  • Lieder lauschen & Natur-Poesie
  • Umgang mit kulturellen Wurzeln in ihrer Vielfalt heute
  • Dekolonisation unterstützen und von authentischen Vertreter*innen indigener Kulturen lernen
  • Rassismus und rechtsextreme Strömungen in der Natur-Szene erkennen

Natur zurücknähren

  • Thema Artensterben & Biodiversität
  • Thema Klimaschutz & Climate Justice
  • Indigenous Traditional Knowledge & Permakultur-Design-Einführung
  • Gegenseitigkeit als Lebensprinzip
  • ehrbares Ernten & verantwortungsvolles Konsumieren
  • Genährt Sein – ein Gestaltungsprozess für alles, was du zum Leben brauchst
  • Einführung in Regenerative Landnutzung & Ecosystem Restoration
  • politisches Engagement & naturverbundener Aktivismus

Natur für andere zugänglich machen

  • Grundlagen von Lernprozessen und sozialem Lernen
  • Lernerlebnisse und Projekte nach den Mustern der Natur gestalten und begleiten
  • Arbeit mit dem Lebenskreis und mit zyklischen Modellen für Lebensprozesse
  • Einführung ins Mentoring (u. a. über den in dieser Weiterbildung inbegriffenen Zugang zu unserem Mentoring-Online-Paket)
  • menschliche Lebensphasen verstehen und begleiten
  • Trauma-informiertes Anleiten von Übungen, Spielen und anderen Naturverbindungsaktivitäten
  • Arbeit mit generationenübergreifenden Gruppen
  • unstrukturierte Lernerfahrungen in der Natur (die Menschen allen Alters lieben) ermöglichen und begleiten lernen
  • Menschen dabei begleiten, eine Geborgenheit spendende emotionale Bindung (Attachment) zu natürlichen Orten und ihren Wesen zu entwickeln

(Die genannten Themen stellen eine Auswahl der vermittelten Inhalte und Methoden dar. Abweichungen sind möglich, beispielsweise witterungsbedingt. Sollte es coronabedingt erforderlich sein, können einzelne Weiterbildungsblöcke auch online durchgeführt werden.)  

„Wir müssen Natur bewahren,

weil wir sie selbst sind,

und wir müssen Natur bewahren,

weil sie alles ist,

was wir nicht sind.“

Andreas Weber

Referenzen

“Das hier gesammelte Wissen wird Grundlage für mein weiteres Denken und Handeln bei allen Dingen, die ich angehe.”

“Für mich hat die Weiterbildung eine Tür geöffnet in eine neue Phase meines Lebens:

Mein Zugang zur Natur hat sich stark verändert, meine alltägliche Praxis,
mein Blick in die Zukunft.

Das alles ist total wertvoll für meine persönliche Entwicklung genauso wie für meine Arbeit!”

“Alles ist praktikabel und einfach umzusetzen, auch mit Familie, Freunden und Kindern.”

“Die Weiterbildung ist für mich DIE tiefe Erfahrung die mir den Weg zeigt/mich auf den Weg gebracht hat, mich selbst und andere so anzunehmen wie sie sind –
auf positive Weise.

Der Schlüssel hierfür steckt für mich in den Werkzeugen, dem Design und dem Zulassen und Willkommen heißen,

dass die unsichtbaren Fäden zwischen der Natur, den anderen Menschen und mir spürbar werden können.”

“Die Weiterbildung war für mich der Beginn einer spannenden, noch langen Reise zu tieferer Naturverbindung.

Sowohl die Wochenendblöcke als auch die Zeit dazwischen, in der die Weiterbildung in meinem Leben ebenfalls immer sehr präsent war, empfand ich als sehr wertvoll und bereichernd, intensiv und berührend.

Die Themen waren für mich persönlich ausgewogen und höchst vielschichtig – von Wahrnehmung über Kultur hin zu nützlichen Techniken zum Draußenleben –

sodass ich einerseits während dieses Jahres schon viel lernen konnte und sich mir andererseits zahlreiche Türen eröffnet haben, um jedem Einzelnen dieser Bereiche noch viel mehr Zeit und Aufmerksamkeit zu widmen.”

“Ich danke euch Team aus tiefstem Herzen für die beste Erfahrung meines Lebens!

Ich nehme sehr viel Hoffnung mit für eine bessere Welt, die möglich erscheint, für mich und wie ich Teil sein kann, viel Gutes in diese Welt zu bringen.

So viel Leichtigkeit, Liebe, Vielseitigkeit, Praktisches und Professionelles!”

“Die Ausbildung war eine Erfahrung, die mein Leben verändert hat!

Sie unterstützt mich darin, wonach ich lange gesucht habe.

Auf einmal macht alles Sinn.

Denn die Ausbildung hat mir geholfen, die unsichtbaren Verbindungen zwischen Mensch und Natur (weil der Mensch Teil der Natur ist) und die Verbindung zwischen den einzelnen Menschen in der Form einer Gemeinschaft spüren und kreativ unterstützen zu lernen.

Ich bin begeistert! Ein neuer Weg liegt vor mir.”

“Anregungen, Gegenstände selbst herstellen zu können – beruhigt mich auf eine Weise, bringt mir Einfachheit, die mir gut tut *

* hat meine Naturverbindung genährt *

* am wichtigsten für mich: hat mir Orientierung für meine Persönlichkeitsentwicklung geschenkt was Authentizität für mich bedeutet: Plus mich dazu ermutigt, mich Schritte in die Richtung zu bewegen.”

“Inspiration und neue Ausrichtung, wirklich alle Facetten des Menschseins in meinen Alltag und in meine Bildungsarbeit zu bringen.”

„Being naturalized to place means to live

as if this is the land that feeds you,

as if these are the streams from which you drink (…)

Here you will give your gifts and meet your responsibilities.

To become naturalized is to live as if your children’s future matters,

to take care of the land as if our lives

and the lives of all our relatives depend on it.

Because they do.“

Robin Wall Kimmerer

Das Weiterbildungs-Team

Elke Loepthien-Gerwert

Elke (sie/ihr) ist Gründerin von Circlewise und sie hat die Verbindungskultur-Konzepte entwickelt, die das Herz des Circlewise Instituts bilden. Als eine Art „Kultur-Ingenieurin“ verknüpft sie die Erkenntnisse moderner Lebenswissenschaften mit von naturverbunden Kulturen inspirierter Weltsicht und erforscht, entwickelt und praktiziert seit über 15 Jahren die Kunst des Verbindungswebens, in deren vielen unterschiedlichen Facetten.

Ein großer Teil ihres Lebenswerks findet sich als Inhalte und Methoden in unseren Weiterbildungen und unserem Ansatz für Trauerarbeit wieder – ein ganzes Paket an Lernerlebnissen für WegbereiterInnen von Verbindungsfördernder Gesellschaftsgestaltung.

Wichtiger Bestandteil ihrer eigenen Ausbildung war ein Training in „Cultural Mentoring & Regenerative Community Design“ am Regenerative Design Institute und 8 Shields Institute in Nordkalifornien und bei der internationalen Gaia University.

Elke hatte das große Glück, während der letzten Jahrzehnte neben ihrer intensiven Beschäftigung mit den Erkenntnissen der modernen Psychologie und Sozialforschung (beispielsweise durch das Greater Good Science Center der Universität in Berkeley, Kalifornien) immer wieder auch in intensivem Kontakt von Menschen wie Sobonfu Somé lernen zu können, die selbst in naturverbundenen und gemeinschaftsorientierten Kulturen aufgewachsen oder ausgebildet worden sind.

So kann sie eine Brücke bauen: Von den Geschichten ursprünglicher Dorf- oder Stammeskultur hin zu den von ihr selbst entwickelten Ansätzen für eine zeitgemäße, authentische Gemeinschaftskultur, die wir als Menschen hier und heute umsetzen und lebendig machen können.

Elke ist Diplom-Ingenieurin für Landschaftsnutzung und Naturschutz (FH), ausgebildete psychologische Beraterin, war in der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung tätig und hat mehrere Jahre lang als Beraterin und Coachin für Gaia University International gearbeitetwo sie Studierende aus aller Welt dabei begleitete, deren individuellen Lernwege zu entdecken und zu gestalten.

Seit 2010 leitet und begleitet sie Teams für Workshops, (Großgruppen-)Events und Weiterbildungen im In- und Ausland, ist als Coachin/Beraterin für Team-LeiterInnen in Unternehmen, für Gemeinden und gemeinnützige Organisationen tätig und lehrt ihre Konzepte bei den Veranstaltungen des Circlewise Instituts.

Aaron Gerwert

Aaron (er/ihn) ist Naturverbindungsmentor und Co-Leiter der Circlewise GbR. Er war Gründer und bis 2016 Leiter der Wildnisschule Reineke, wo er unter anderem Waldläufer-Banden und Familiencamps konzipierte und begleitete.

Eine schwere Krankheit führte ihn in die Tiefen des Mensch-Seins und damit auf eine intensive Spurensuche und Beschäftigung mit zahlreichen ganzheitlichen Heilmethoden und Entwicklungswegen für Seele, Geist und Körper.

Aaron ist Vater von zwei Kindern.

Er war mehrere Jahre als Begleiter in einer Wohngruppe von Menschen mit besonderen Bedürfnissen tätig und ist Absolvent des Internationalen Permaculture Design Certificate Courses und des Circlewise Leadership Trainings.

Mit Achtsamkeit, Einfühlungsvermögen und herzlichem Humor begleitet er Menschen durch Wachstumsprozesse. Seine Musik, die aus seiner tiefen, authentischen Verbindung mit der Natur erwächst, berührt, inspiriert und begeistert.

Greg Sommer

Greg (er/ihn) ist Feldbiologe und in ganzheitlichen Traditionen ausgebildeter Fährtenleser.

Schon als Greg zwölf Jahre alt war, wurde der Mitbegründer der Naturverbindungsbewegung Jon Young zu seinem Mentor, im Rahmen eines intensiven Jugendprogramms mit nur sieben Teenagern, das drei volle Tage pro Woche lief, über mehrere Jahre lang.

Die Jugendgruppe wurde auch von dem verstorbenen Lakota-Ältesten Gilbert Walking Bull intensiv begleitet.

Bereits im Alter von 15 Jahren schloss Greg als jüngster Absolvent das legendäre Kamana Naturalist Training Program ab.

Er absolvierte als junger Erwachsener eine Vielzahl an Kursen rund um das Draußen-gut-Überleben und wohnte zudem ein Jahr lang auf einfachste Weise in einer selbstgebauten Schutzbehausung im Wald.

Greg war seitdem unter anderem als Weiterbildungsleiter für das Regenerative Design Institute in Kalifornien tätig, außerdem leitete er Naturverbindungs-Intensiv-Kurse im Rahmen des Art of Mentoring in Großbritannien, einer Großveranstaltung für Naturverbindung, und er unterrichte bereits zahlreiche Workshops in Fährtenlesen und Naturverbindung in Irland, Schottland, Schweden und Deutschland.

Auf den Spuren seiner eigenen Vorfahren studierte er gaelische Sprache und Kultur.

Neben seiner Tätigkeit für Circlewise ist Greg im Robin-Hood-Waldkindergarten im Norden Berlins und für weitere Bildungsträger als Dozent tätig.

Clara Hencke

Clara Hencke

Clara (sie/ihr) ist voller Wertschätzung für all das, was wir als Menschen jeden Tag geschenkt bekommen und hat eine große Liebe für das einfachere, naturverbundene Leben.

Dazu gehört für sie fast alles, bei dem sie mit ihren Händen arbeiten kann und draußen ist – wie Gemüse- und Obstanbau, Kräutersammeln und Handwerksprojekte wie das Korbflechten oder Gerben.

Wichtige Fragen sind für sie: Wie muss ich mich selbst verändern um naturnah zu leben? Wie kann ich mit meinem Wirken zu einer gesellschaftlichen Veränderung beitragen? Welche Fertigkeiten und welches Wissen sind dafür notwendig?

Diese Suche nach alternativen, naturverbundenen Lebensmöglichkeiten startete für sie 2011 mit dem Kennenlernen der Transition Town Bewegung und Permakultur. Um von erfahrenen Projekten zu lernen, verbrachte sie vier Jahre in verschiedenen Gemeinschaften, Höfen und Gärtnereien in Deutschland, Indien und Nepal. Durch das anschließende Studium in „Landschaftnutzung und Naturschutz“ (BSc.) konnte sie ihre praktischen Erfahrungen auch mit Fachwissen unterstützen.

Seit 2018 ist Clara Permakultur Designerin (nach 4 Jahren Weiterbildung), und seit 2014 besuchte sie verschiedene Wildnispädagogik- und Naturverbindungskurse. Bei Circlewise hat sie unter anderem das Leadership Training und die Weiterbildung in Trauerprozessbegleitung absolviert.

Heute arbeitet sie freiberuflich als Kursleiterin und bietet als Permakulturdesignerin auch Beratungen und Planungen an.

Neben der Naturkultur-Pädagogik-Weiterbildung leitet Clara auch unseren Korbflechtworkshop.

Zusätzlich kannst du dich auf weitere Lehrer*innen zu verschiedenen Themen der Weiterbildung freuen.

Sogar eine verwundete Welt ernährt uns.

Sogar eine verwundete Welt hält uns,

schenkt uns Momente voller Staunen und Freude.

Ich wähle diese Freude und nicht die Verzweiflung. 

Nicht, weil ich den Kopf in den Sand stecke,

sondern weil die Erde mir jeden Tag Freude schenkt

und es meine Aufgabe ist,

etwas zurückzugeben.

Robin Wall Kimmerer

Termine und Preise

Termine

1. 13.-16. April 2023
2. 10.-14. Mai 2023
3. 07.-11. Juni 2023
4. 04.-08. Oktober 2023
5. 08.-11. Februar 2024 (online per Zoom-Konferenz)
6. 02.-05. Mai 2024
8. 18.-22. September 2024
9. 16.-20. Oktober 2024
10. 30.01.-02.02. 2025

Beginn jedes Ausbildungsblocks ist jeweils um 11:00 Uhr mit Anreise und Vorbereitungszeit, 12:00 Uhr Mittagessen und ab 13:00 Uhr Programmstart.

Ende jeweils am Sonntag gegen 13:00 Uhr.

Preis

Kursgebühr: 2 Raten zu je 2.100 €

(oder 185,- € monatlich für 22 Monate)

(zuzüglich Kosten für Unterkunft und Verpflegung am Hohlenstein)

Die Teilnehmer*innen-Anzahl ist begrenzt. In den letzten Jahren waren unsere Naturverbindungs-Weiterbildungen immer ausgebucht und frühe Anmeldung wird empfohlen. Solltest du keinen Teilnahmeplatz mehr bekommen, setzen wir dich gern auf unsere Warteliste.

„Justice through the lens of Indigenous peoples has many layers;

it is rooted in a moral compass, an idea of balance, an idea of relationship building and interconnectedness

between the Earth and our love for our fellow two-legged and four-legged and winged relatives.“

Shannon Rivers

Seminarort

Hangab-Zentrum
Hartmut und Petra Bez
Hohlerstein 2
88693 Lellwangen, Deggenhausertal (nördlicher Bodenseekreis)

Unser Camp befindet sich oberhalb eines kleinen, familiären Gemeinschaftsprojektes, am Südhang einer Hügelkette, von der aus wir bei klarem Wetter den weiten Blick auf den Bodensee und die Alpen genießen können, inmitten von saftigen Wiesen und Weiden, umgeben von Buchen-Fichten-Mischwald und munteren kleinen Bächen.

Wir versammeln uns regengeschützt um eine Feuerstelle oder in unserem beheizbaren, rustikalen Essensraum.

Schlafen ist im eigenen Zelt und bei kalter Witterung auch im sonnenwarmen Erdhaus hier am Hohlenstein möglich, bei Bedarf für mehr Komfort auch selbstorganisiert in Pensionen ganz in der Nähe.

„In Native ways of knowing, human people are often referred to as “the younger brothers of Creation.

We say that humans have the least experience with how to live and thus the most to learn –

we must look to our teachers among the other species for guidance.

Their wisdom is apparent in the way that they live.

They teach us by example.

They’ve been on the earth far longer than we have been,

and have had time to figure things out.“

Robin Wall Kimmerer

Anmeldung

Reparations-Rabatt & Freiplätze

Mit unserem Wirken stehen wir dafür ein, historisch entstandene Ungerechtigkeit, Unterdrückung und Ausbeutung in all ihren offensichtlichen und subtilen Erscheinungsformen sichtbar zu machen, in uns selbst und innerhalb der Gesellschaft und wir streben danach, Räume zu kreieren, um diese aufzuarbeiten.

Es ist uns ein Anliegen, dass insbesondere Menschen, die aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe, sexueller Orientierung, geschlechtlicher Identität, körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen auch heute immer noch alltäglich Diskriminierung erfahren, sich in unseren Veranstaltungen nicht nur sicher, willkommen und ermächtigt fühlen können, sondern auch einen erleichterten Zugang zu unseren Angeboten haben.

Als eine Geste für Reparation und einen kleinen Beitrag zu einer dringend notwendigen kollektiven Wiedergutmachung haben wir uns deshalb entschieden, unseren Spielraum für Rabatte und Vergünstigungen vollständig Personen zur Verfügung zu stellen, die historisch und aktuell am stärksten diskriminierten Bevölkerungsgruppen angehören, wie BiPoC, LGBTQ+*, Sinti*zze und Rom*nja (und/oder für gemeinnützige Organisationen arbeiten, die aktiv für die Gleichberechtigung dieser Personengruppen tätig sind.)

Wenn eines davon auf dich zutrifft, melde dich gern bei uns, oft haben wir Reparations-Freiplätze oder stark vergünstigte Teilnahmeplätze, die wir vergeben können. Hier geht’s zu unserem Kontaktformular